Schiesspflicht

Schiesspflichtig sind

  • Unteroffiziere, Obergefreite, Gefreite und Soldaten des Jahrganges 1982 und jünger, die mit dem Sturmgewehr ausgerüstet sind. Armeeangehörige, welche 2016 aus der Militärdienstpflicht entlassen werden, sind nicht schiesspflichtig; AdA mit Jahrgang 1983 - 1986, welche ihre Dienstpflicht in der zweiten Jahreshälfte erfüllen, werden erst im darauffolgenden Jahr aus der Militärdienstpflicht entlassen und sind deshalb schiesspflichtig.
  • Subalternoffiziere (Lt/Oblt) der mit dem Sturmgewehr ausgerüsteten Truppengattungen und Dienstzweige bis zum Ende des Jahres in dem Sie das 34. Altersjahr vollenden. Sie können zwischen dem Obligatorischen Programm 300 Meter (Stgw) oder 25 Meter (Pistole) wählen. Bestehen sie die Schiesspflicht auf die Distanz 25 m nicht, so müssen sie das obligatorische Programm 300 m schiessen.

Erfüllung der Schiesspflicht

  • Zur Erfüllung der Schiesspflicht sind Dienstbüchlein, Militärischer Leistungsausweis und ein amtlicher Ausweis mit Foto unbedingt mitzubringen! Aufforderungsschreiben zur Erfüllung der Schiesspflicht (Klebebogen) nicht vergessen!
  • Von April bis Ende August in einem anerkannten Schiessverein oder im Nachschiesskurs (12. November 2016) gemäss öffentlichem Aufgebotsplakat.

Nachschiesskurs Kanton Zürich

Schiesspflichtige, welche das obligatorische Programm nicht oder nicht vorschriftsgemäss in einem anerkannten Schiessverein geschossen haben, müssen den Nachschiesskurs auf Distanz 300 Meter absolvieren (kein 25m Programm).

Samstag, 12. November 2016, Winterthur, Schiessanlage Ohrbühl
Öffentliche Verkehrsmittel: ab Bhf Winterthur Bus Nr. 5 bis Haltestelle "Ohrbühl". 
08:30 – 11:30 Uhr und 13:30 – 16:00 Uhr

  • Teilnehmer, die nach Schalterschluss um 11:00 Uhr eintreffen, werden auf den Nachmittag verwiesen;
  • Teilnehmer, die nach 15:20 Uhr eintreffen, werden abgewiesen;
  • Der Nachschiesskurs kann auch in einem anderen Kanton absolviert werden.

Ablauf obligatorisches Programm

  • Im Obligatorischen Programm werden in drei Übungen 20 Schüsse auf die Distanz von 300 m (Sub Of wahlweise 25 m) geschossen. Als Mindestleistung werden 42 Punkte (Pistole 120 Punkte) und nicht mehr als drei Nuller verlangt.
  • Schiesspflichtige, welche die Mindestleistung des obligatorischen Programms nicht erfüllen, oder die Übung nicht vorschriftsgemäss geschossen haben, können das ganze obligatorische Programm mit Kaufmunition am gleichen oder an einem anderen Schiesstag höchstens 2 Mal wiederholen. Die Wiederholungen müssen, ausgenommen bei Wohnortwechsel, im gleichen Verein geschossen werden.
  • Im Militärdienst geschossene Übungen gelten nicht als Erfüllung der ausserdienstlichen Schiesspflicht.

Ausgenommen von der Schiesspflicht sind:

  • Rekruten, die im laufenden Jahr ihre Rekrutenschule bestehen oder beenden;
  • Subalternoffiziere des Psychologisch-Pädagogischen Dienstes der Armee (PPD);
  • Subalternoffiziere der Militärjustiz;
  • Angehörige der Armee, die nicht als am Sturmgewehr ausgebildet gelten; 
  • das militärische Personal der Militärischen Sicherheit;
  • das militärische Personal des Armeeaufklärungsdetachementes 10;
  • Subalternoffiziere in der Funktion Arzt.

Von der Schiesspflicht sind namentlich dispensiert

  • Schiesspflichtige, die im betreffenden Jahr mindestens 45 Tage besoldeten Militärdienst leisten Schiesspflichtige, die im betreffenden Jahr mindestens 45 Tage Ausbildung oder Einsatz für die Friedensförderung, die Stärkung der Menschenrechte oder die humanitäre Hilfe leisten;
  • Schiesspflichtige, die vor dem 1. August einen Auslandurlaub erhalten haben, sowie Militärdienstpflichtige, die aus dem Auslandurlaub zurückkehren und erst nach dem 31. Juli wieder mit der persönlichen Waffe ausgerüstet werden;
  • Schiesspflichtige, deren persönliche Waffe nach Artikel 7 der Verordnung vom 05.12.2003 über die persönliche Ausrüstung der Armeeangehörigen vorsorglich abgenommen wurde und die diese erst nach dem 31. Juli zurückerhalten;
  • Militärdienstpflichtige, die wieder in der Armee eingeteilt werden und mit der persönlichen Waffe erst nach dem 31. Juli wieder ausgerüstet worden sind;
  • die von einer medizinischen Untersuchungskommission (UC) Dispensierten, sofern die Dispensation nach dem 31. Juli abläuft;
  • die von der Militärbehörde des Wohnortkantons wegen Freiheitsentzug oder Krankheit Dispensierten, sofern die Dispensation nach dem 31. Juli abläuft;
  • Schiesspflichtige, die wegen Dienstverweigerung in Strafuntersuchung oder im Strafvollzug stehen;
  • Schiesspflichtige, die ein Gesuch um waffenlosen Militärdienst eingereicht haben, bis über das Gesuch rechtskräftig entschieden ist;
  • Schiesspflichtige, die ein Gesuch um Zulassung zum Zivildienst eingereicht haben, bis über das Gesuch rechtskräftig entschieden ist.
  • AdA, die im laufenden Jahr aus der Militärdienstpflicht entlassen werden.

Dispensationen

Wer die Schiesspflicht aus zwingenden Gründen (Bsp. Krankheit, Unfall oder Auslandabwesenheit) nicht erfüllen kann, reicht ein Dispensationsgesuch ein > weiter zum Dispensationsgesuch

  • Das schriftliche Gesuch um Dispensation von der Schiesspflicht, inkl. Bestätigung der geltend gemachten Gründe, beim Kreiskommando des Wohnortskantons einreichen. Das Gesuch wird geprüft und der Gesuchsteller schriftlich benachrichtigt.
  • Das Gesuch sollte so früh wie möglich eingereicht werden, in der Regel jedoch spätestens 14 Tage vor dem Nachschiesskurs.