Zivilschutz im Jahr 2011 – Einsatz aus dem Stand

13.01.2012 - Medienmitteilung

Zurück zu Aktuell

Im Jahr 2011 haben Angehörige des Zivilschutzes im Kanton Zürich rund 21'400 Diensttage im Rahmen von kommunalen oder regionalen Ausbildungs-Wiederholungskursen geleistet. Zudem sind sie mit weiteren 23'200 Diensttagen für gefragte Einsätze zu Gunsten der Gemeinschaft aufgeboten worden, in denen sie die Gemeinden bei der Erfüllung derer Aufgaben unterstützten. Gefragt waren die Kernbereiche Betreuung und Pflege, die Unterstützung der Partner im Rahmen von Einsätzen der «Katastrophen- und Nothilfe», sowie der Werterhalt von Schutzbauten und des Materials. Zusätzlich sind rund 1'300 Zivilschützer aus- oder weitergebildet worden.

Einsatz aus dem Stand

Der Zivilschutz ist im Bevölkerungsschutz ein wichtiger Partner in den Gemeinden zur Bewältigung von Grossereignissen sowie bei Katastrophen- und Notlagen. Um die Vorbereitungsarbeiten zu überprüfen, wurden im 2011 mit elf Zivilschutzorganisationen sogenannte «Alarmübungen» durchgeführt. Dabei sind die Aufgebote erstmals über die Einsatzleitzentralen (ELZ) von Schutz & Rettung der Stadt Zürich (SRZ) ausgelöst worden. Dank diesem Aufgebots-System mittels Telefonalarm wird eine erhebliche Verkürzung der Einsatzzeiten erreicht. Die Einsätze aus dem Stand haben wichtige Erkenntnisse für die Ausbildung und die Führung in den Zivilschutzorganisationen ergeben. Neben diesen Alarmübungen wurden sechs periodische Materialkontrollen durchgeführt bei denen die Einsatzbereitschaft des Materials überprüft worden ist.

Nothilfeeinsätze

Zum Glück wurde der Kanton Zürich auch im 2011 von grösseren Ereignissen verschont. Im Rahmen von «Katastrophen-, Nothilfe- und Instand-Stellungs-Einsätzen» wurden 120 Personentage geleistet. Für den Einsatz nach einem lokalen Unwetter wurde die Zivilschutzorganisation Region Dietikon zum ersten Mal ernstfallmässig via Einsatzleitzentrale SRZ aufgeboten. So konnte die Feuerwehr innert kurzer Zeit wirkungsvoll unterstützt werden.

Einsätze zu Gunsten der Gemeinschaft

Die Zivilschutzorganisationen leisteten wiederum zahlreiche Diensttage zugunsten der Gemeinschaft, indem sie die Gemeinden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützten. Steigend ist die Nachfrage im Kernbereich Betreuung und Pflege. Die allgemeine Unterstützung der Partner sowie der Werterhalt von Schutzbauten standen weiter im Zentrum der Einsätze. Diese Art von Einsätzen ist gesetzlich geregelt, muss einen Ausbildungsnutzen für die Zivilschutzpflichtigen darstellen, und wird durch die zuständige Behörde verfügt. Die Einsätze umfassten folgende Bereiche:

  • Betreuung und Pflege in Alters- und Pflegeheimen; 10'144 Personentage.
  • Unterhalt und Werterhalt von Schutzräumen, Anlagen und Material für die Partner des Bevölkerungsschutzes; 7291 Personentage.
  • Weitere Dienstleistungen zu Gunsten der Gemeinschaft mit 5'682 Personentagen wie:
    - die Unterstützung beim Aufbau, Betrieb und Abbau von Infrastrukturen bei Grossanlässen wie dem kantonalen Turn-, oder Schwingfest und der Winterthurer Musikwochen.
    - das Betreuen von Teilnehmenden an Grossanlässen von regionaler, kantonaler und nationaler Bedeutung.

Alarmierung der Bevölkerung

Aufgrund der schweizweiten Systemerneuerung für die Auslösung des Allgemeinen Alarmes und des Wasser-Alarmes sind im Kanton Zürich in Zusammenarbeit mit dem Bund rund 100 Motor- und Wasseralarm-Sirenen durch elektronische ersetzt worden.

Ausbildung

Im kantonalen Ausbildungszentrum Andelfingen wurden 701 Schutzdienstpflichtige in der zwölf Tage dauernden Grundausbildung zu Stabsassistenten, Betreuern und Pionieren, 206 Angehörige des Zivilschutzes wurden zu Spezialisten und 172 zu Kadern ausgebildet. Im Weiteren besuchten 229 Kader eine Weiterausbildung.

(Medienmitteilung des Amtes für Militär und Zivilschutz)

Zurück zu Aktuell